Diskret und kompakt – für wen eignet sich ein Innenohrhörgerät?

Obwohl in Deutschland rund 15 Millionen Menschen unter Hörproblemen leiden, nutzt nur jeder zehnte Betroffene ein Hörgerät. Mit ein Grund dafür ist das oft allzu auffällige Design der Geräte.

Zu klobig, zu wenig diskret – so lautet häufig die Argumentation von Menschen, die sich „noch“ kein Hörgerät anschaffen möchten. Als diskrete, von außen nahezu unsichtbare Lösung hat sich das Innenohrhörgerät am Markt etabliert. Was ist das Besondere an dieser Hörgeräte-Bauform, und für welchen Hörtyp eignet sie sich?

Die Funktionsweise – so hilft Ihnen ein Innenohrhörgerät beim Hören

Innenohrhörgeräte – alternative Bezeichnung: Im-Ohr-Hörgerät bzw. IdO – sind winzige Mini-Geräte, die an technisch ausgereifte Ohrstöpsel erinnern. Alle fürs Hören erforderlichen Bestandteile befinden sich (anders als bei einem Hinter-dem-Ohr-Hörgerät) direkt in der Ohrmuschel.

Zur technischen Ausstattung gehören ein Mikrofon, ein Lautsprecher, ein Verstärker und ein Mikrochip. Sowohl die Lautstärkeregelung als auch die Programmauswahl erfolgen per Fernbedienung. Über einen transparenten Rückholfaden können Sie das Hörgerät bei Bedarf aus der Ohrmuschel entfernen.

Die Energieversorgung erfolgt über eine Batterie oder einen wiederaufladbaren Akku. Nutzen Sie die Beratung beim Hörakustiker und entscheiden Sie sich für ein Gerät, das zu Ihnen passt – unter anderem ein In-Ohr-Hörgerät mit Bluetooth-Technologie zur Übertragung von Tönen aus dem Tablet, TV oder der Musikanlage.

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Darum bietet ein Innenohrhörgerät so viele Vorteile

Im-Ohr vs. Hinter-dem-Ohr – die markantesten Unterschiede

Vergleicht man die Marktanteile von Innenohrhörgeräten mit denen von Hinter-dem-Ohr-Geräten, so fällt auf: Nur rund 5 bis 10 % aller verkauften Hörgeräte in Deutschland sind IdO-Hörgeräte.

Davon abgesehen unterscheiden sich beide Hörgeräte-Typen schon allein hinsichtlich ihrer Optik: HdO-Hörgeräte bestehen zumeist aus einer hautfarbenen Otoplastik (= ein individuell angefertigtes Passstück aus Kunststoff) in Verbindung mit einem im Ohr eingelassenen Hörgerät.

Bedingt durch diese Bauform sind HdO-Geräte deutlich auffälliger und größer als marktübliche IdO-Geräte. Prinzipiell eignen sich jedoch beide Bauformen für alle Hörtypen – vorausgesetzt, die Verstärkerleistung ist groß genug.

Gibt es verschiedene Arten von Innenohrhörgeräten?

Im Rahmen einer fachkundigen Beratung bei Hörakustik Köhn wird man Ihnen üblicherweise alle drei verschiedenen Größen bzw. Bauformen von Im-Ohr-Hörgeräten vorstellen:

  • Das CIC-Modell ist das diskreteste Hörgerät, das verfügbar ist. Es verschwindet vollständig in der Ohrmuschel und wird dauerhaft getragen – auch beim Schlafen.

  • Das ITC-Modell schließt direkt an den Gehörgang an und ist somit diskreter

  • Das ITE-Modell, das von außen sichtbar ist und insgesamt das größte IdO-Gerät am Markt ist – wenngleich es dank seines hautfarbenen Designs nur bei genauem Hinsehen ins Auge fällt.

Für welchen Hörtyp sind Innenohrhörgeräte geeignet?

HdO-Geräte haben im Schnitt (Ausnahmen bestätigen die Regel!) eine höhere Verstärkerleistung als IdO-Modelle. Daher werden IdO-Geräte primär an Kunden verkauft, die nur unter einer leichten bis mittelgradigen Hörstörung leiden.

IdO-Geräte sind zudem ideal für Menschen, die unter keinen Umständen wollen, dass man Ihnen das Hörgerät ansieht: Models, Schauspieler, Personengruppen mit Kundenkontakt etc.

Die Vorteile von In-dem-Ohr-Geräten auf einen Blick:

  1. Ein Innenohrhörgerät ist äußerst dezent und von außen kaum zu sehen.
  2. Gut geeignet für Brillenträger, da der Platz hinter der Ohrmuschel im Gegensatz zum HdO-Gerät frei bleibt.
  3. Verrutscht nicht während der Bewegung und kann deshalb sogar beim Sport getragen werden.
  4. Natürliches Hörerlebnis aufgrund der Nutzung der Ohrmuschel beim Empfang von Schallwellen.

Gibt es auch Nachteile?

Nachteilig ist lediglich der etwas höhere Reinigungs- und Pflegeaufwand. Außerdem kommen Menschen mit verkleinertem Gehörgang für die Nutzung von IdO-Geräten nicht infrage, da das Gerät bei ihnen keinen Platz findet.

Innenohrhörgeräte – was muss ich bei der Reinigung beachten?

Unabhängig davon, welcher Hörtyp Sie sind, sollten Sie bei der Reinigung Ihres IdO-Geräts vordergründig darauf achten, zu viel Wasserkontakt zu vermeiden – die sensible Technik von Innenohrhörgeräten ist dafür schlichtweg nicht ausgelegt.

Reinigen Sie Ihr IdO-Gerät am besten täglich mit einem – lediglich leicht angefeuchteten – Spezialreinigungstuch aus der Drogerie oder Apotheke.

Anpassung beim Hörgeräteakustiker jederzeit möglich

Bevor Sie sich für ein bestimmtes Hörgerät entscheiden, sollten Sie zunächst beim Hörakustiker ein Audiogramm erstellen lassen, um den genauen Grad Ihres Hörverlusts zu bestimmen.

Da die Hörkraft im Laufe der Jahre nachlässt, sollten Sie auch nach dem Kauf eines Hörgeräts regelmäßig einen Hörtest durchführen lassen – eine Anpassung des Geräts ist jederzeit möglich.

Beratung beim Hörakustiker nutzen

Sie hören schlechter als früher? Vereinbaren Sie einen Termin für eine unverbindliche Beratung Hörakustik Köhn. Nur ein Fachmann ist in der Lage, Sie umfassend zu jedem erhältlichen Innenohrhörgerät zu informieren.

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Peggy Köhn

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Wir würden uns freuen Sie persönlich bei Hörakustik Köhn begrüßen zu dürfen.

Peggy Köhn-Döhr

Logoklein

Hörakustikmeisterin & Audiotherapeutin nach EUHA
Geschäftsführerin