Besser hören ohne Hörgerät: Kann Hörtraining Schwerhörigkeit verhindern?

Hörverlust ist eine wahre Volkskrankheit. Fast 20 % aller Personen sind davon betroffen, vor allem in der Altersgruppe ab 70. Dabei reicht die Bandbreite von leicht schwerhörig bis hin zu an Taubheit grenzend. Durch regelmäßiges Hörtraining und eine gesunde Lebensweise soll die Leistung der Ohren optimiert werden – idealerweise bereits vor dem ersten Auftreten des Hörverlustes.

Ist besser hören ohne Hörgerät tatsächlich möglich? Welche Tipps können dabei befolgt werden? Und ab wann sollte unbedingt die Beratung beim Hörakustiker in Anspruch genommen werden?

Warum kommt es zum Hörverlust?

Altersschwerhörigkeit ist die häufigste Form des Hörverlustes. Im Laufe der Zeit nimmt die Leistung der Haarzellen in den Ohren ab, die für die Verarbeitung des Schalls zuständig sind. Einige Faktoren und Erkrankungen treiben die Abnahme der Hörleistung zusätzlich voran:

  • Rauchen

  • Hohe Lärmbelastung im Alltag

  • Durchblutungsstörungen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Erblich bedingte Vorbelastung

Eine professionelle Hörberatung und ein Hörtest bei Hörakustik Köhn sollten vorwiegend von Risikogruppen in Anspruch genommen werden, noch bevor es zu einer drastischen Verringerung des Hörvermögens kommt. Denn die Folgen von Schwerhörigkeit sind massiv.

Viele Betroffene leiden unter Informationsverlust und dem erhöhten Risiko sozialer Isolation. Auch die Sturzgefahr nimmt durch schlechtes Hören zu. Hörgeräte helfen dabei, zu einem normalen Alltag zurückzukehren.

Besser hören ohne Hörgeräte geht das?

Besser hören ohne Hörgeräte, ob das wirklich geht, erfahren Sie hier

Besser hören ohne Hörgerät: die fünf besten Tipps für gute Ohren

Hörtraining gilt als wirksame Möglichkeit, um altersbedingten Gehörverlust vorzubeugen oder den bereits fortschreitenden Prozess zu verlangsamen.

Körperliche Bewegung

Fitnessstudio, Yoga oder der lange Spaziergang im Wald – jede sportliche Aktivität kurbelt die Durchblutung an und unterstützt dadurch die Cochlea im Innenohr. Wer die Blutzirkulation durch Bewegung in Schwung hält, stärkt auch sein Hörvermögen.

Auf Klänge konzentrieren

Schalten Sie das Radio ein und bewegen Sie sich dann durch die Räume ihrer Wohnung. Versuchen Sie, den Radiosprecher zu verstehen oder ein bestimmtes Instrument während eines Liedes auszumachen, egal, wie weit weg Sie sich vom Radio befinden.

Lauschen

Im lauten Wirrwarr des modernen Alltags gegen einzelne Geräusche oft unter. Setzen Sie sich auf eine Parkbank oder auf den Balkon und lauschen Sie mit geschlossenen Augen dem Zwitschern der Vögel, dem Rascheln der Blätter oder dem leisen Ticken der Uhr durch offene Fenster. Ziel ist das Orten und Identifizieren leiser Hintergrundgeräusche.

Laut lesen

Lesen Sie sich die morgendliche Zeitung oder ein Kapitel in einem Roman laut vor. Sich auf die eigene Stimme und Atmung zu konzentrieren, sensibilisiert das Gehör.

Sich vorlesen lassen

Eine gesellige Übung ist es, sich vom Partner oder Familienmitgliedern einen vorlesen zu lassen. Die Person bewegt sich dabei durch den Raum, während Sie selbst mit geschlossenen Augen zuhören und zu orten versuchen, wo sich der Leser gerade befindet.

Neben dem regelmäßigen Hörtraining ist auch der Schutz vor schädlichen Einflüssen enorm wichtig, um besser Hören ohne Hörgerät zur Wirklichkeit zu machen. Dazu gehört primär der Verzicht auf zu laute Musik und ein geeigneter Hörschutz bei der Arbeit mit lauten Geräten

Professionelle Hörberatung: Ab wann ist ein Hörgerät unabdingbar?

Die zahlreichen Tipps zum Hörtraining sind effektiv in der Vorbeugung, können aber keine vorhandenen Hörschäden wieder rückgängig machen. Liegt bereits ein dauerhaftes Hördefizit vor, ist eine Beratung beim Hörakustiker der richtige Weg.

Als Experte kann er bei einem persönlichen Termin feststellen, ob ein Hörgerät notwendig ist und findet im Anschluss das richtige Modell für die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen.

In der Regel besteht Bedarf an einem Hörgerät, sobald der Hörverlust auf beiden Ohren bei 30 % liegt. Auch das Nichtverstehen rund eines Fünftels aller Worte bei regulärer Lautstärke dienen als Anhaltspunkt.

Je nach Situation kann der HNO-Arzt aber auch bei einem weniger starken Defizit eine Beratung beim Hörakustiker von Hörakustik Köhn in Pasewalk vorschlagen. Dieser Ausnahmefall tritt etwa bei Personen ein, die ihren Beruf sonst nicht mehr ausüben könnten.

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Peggy Köhn

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Peggy Köhn-Döhr

Logoklein

Hörakustikmeisterin & Audiotherapeutin nach EUHA
Geschäftsführerin